Vortrag von Richard Melisch in Augsburg am 11.07.2010


Am Sonntag, den 11.07.2010 hielt der bekannte Nah-Ost Experte, Publizist und Buchautor Richard Melisch aus Wien einen überaus interessanten Vortrag in Augsburg über die Hintergründe und Ursachen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftkrise.

Er zog dabei einen zutreffenden Vergleich mit dem Untergang des Luxusdampfers TITANIC im Jahre 1912 und mit den Ursachen und Auswirkungen der derzeit noch immer andauernden Finanz- und Wirtschaftskrise, deren  Ende noch lange nicht abzusehen ist, und deren Höhepunkt auch noch lange nicht erreicht ist.

In beiden Fällen wird die Katastrophe durch die Gier nach Geld hervorgerufen, durch blindes und leichtfertiges Vertrauen auf eine vermeintlich perfekte Technik und vermeintlich perfekte Sicherheitsmechanismen. Hier wie da wird die 1. Klasse in den viel zu wenigen Rettungsbooten zuerst ausgeschifft. Die Masse des Volkes in der 3. und 4. Klasse aber hat das Nachsehen und geht unter.

Melisch benannte ganz klar die Drahtzieher, Hintermänner und Gewinnler der Krisen und Konflikte, die zur Zeit die Welt in Atem halten: die Akteure der Großfinanz an der wallstreet, die seit 1913 mit der Gründung der FED und der Korrumpierung der Regierung Wilson die Währung der USA, den Dollar, in ihren Klauen halten und ein betrügerisches Geldsystem beinahe weltweit etabliert haben. Seitdem ist der Prozess der Globalisierung in Gang gekommen, der mittlerweile schon fast sein endgültiges Ziel erreicht hat: die Ausschaltung der nationalstaatlichen Souveränität – und damit auch der Demokratie -und die Etablierung einer Weltherrschaft Weniger durch das Machtmittel des großen Geldes.

Daß dabei die Völker als eigenständige starke Gemeinschaften nur im Wege stehen und vernichtet werden müssen versteht sich von selbst. Das globalisierte und nomadisierende Großkapital braucht keinen freien selbstbewußten Menschen, sondern mobile Arbeitssklaven, Menschenmaterial, eben “human resources“.

Aber Richard Melisch nannte auch Alternativen und Auswege aus dem Dilemma, die durchaus möglich sind, wenn mutige und aufrechte Menschen die Initiative ergreifen und dem Machtmoloch USA die Stirn und Paroli bieten. So nannte er als Positivbeispiel den Staatspräsidenten von Venezuela, Hugo Chavez, und auch die Regierungen anderer Länder im „Vorgarten“ der USA wie z.B.  Nicaragua, Bolivien und Kuba, die in ihren Ländern durch konsequente Maßnahmen die wirtschaftliche und politische Vorherrschaft der USA unterbunden und die weitere Ausplünderung ihrer Länder damit beendet haben. Im Außenhandel gehen sie dabei Wege, die an den sonst üblichen Kapitalströmen an der  wallstreet vorbeiführen. Rohstoffe lassen sich auch ohne Dollars direkt mit z.B. Industrieprodukten bezahlen und umgekehrt. Ein Weg, der gar nicht so neu ist, wurde er doch bereits so ähnlich von Deutschland nach den verheerenden Auswirkungen von Versailles und der Weltwirtschaftskrise beschritten, was dem Deutschen Reich allerdings 1933 schon eine „Kriegserklärung“ einbrachte  (siehe Daily Express vom 24. März 1933).



NPD – Kreisverband Augsburg am 16. Juli 2010
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